Siempre Por Tio, 1964 Öl und Acryl auf Leinwand 183.2 x 137.2 cm
Kiki Kogelnik (1935–1997) war eine der bedeutendsten österreichischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie begann ihre künstlerische Laufbahn in den 1950er Jahren in Wien und schloss sich zunächst der Informellen Malerei an. In den 1960er Jahren zog sie nach New York, wo sie von der Pop-Art inspiriert wurde und ihren eigenen Stil entwickelte.
Ihre Werke zeichnen sich durch kräftige Farben, serielle Muster und die Auseinandersetzung mit Technik, Konsumkultur und der Rolle der Frau aus. Besonders ikonisch sind ihre schablonenartigen Körperformen und ihre skulpturalen Arbeiten aus Vinyl. In den letzten Jahren wurde ihr Werk international wiederentdeckt und vermehrt in Ausstellungen präsentiert. Diese Rezeption würdigt ihren feministischen Ansatz und ihre kritische Reflexion gesellschaftlicher Themen. Bedeutende Museen wie das Museum of Modern Art (MoMA) in New York, die Albertina in Wien und das Mumok besitzen Werke von ihr in ihren Sammlungen. Mit ihrer einzigartigen, genreübergreifenden Position schlug sie die Brücke zwischen europäischer Avantgarde und amerikanischer Pop-Art.
Ihr Werk eröffnet neue Perspektiven auf Geschlechterrollen, Körper und Technologie, die nach wie vor hochaktuell sind.